Ein Rädchen im großen BHS-Getriebe
Erfahrungsbericht einer Fachhochschulpraktikantin
Als Student der Betriebswirtschaft (BWL) an der Fachhochschule Kempten habe ich, Heike Abler aus der Nähe von Kempten, die Chance erhalten, bei der BHS Getriebe GmbH in Sonthofen mein zweites Praxissemester (5 Monate) innerhalb der Personalabteilung abzulegen. Nachfolgend einige meiner gesammelten Eindrücke während dieser Zeit im Unternehmen:

6. März 2006, 8:00 Uhr: mein Start - neue Materie, neue Umgebung, neue Einblicke – der passende Ausgleich zum Studienlernstreß. Wißbegierig, neugierig und voller Tatendrang will ich alles über die Arbeit, Abläufe und Zusammenhänge im Personalbereich kennenlernen.
Nach meiner ursprünglichen Ausbildung zur Hotelkauffrau und zwei Jahren Berufserfahrung bin ich nun auf einen Industriebetrieb gespannt, dem der Ruf vorauseilt, im Turbogetriebebau die weltweite Spitzenposition einzunehmen. Ich denke: „Vielleicht ergibt sich auch die Möglichkeit einen späteren Arbeitgeber so kennen zu lernen, wie das nur Wenige sonst können.“
Das erste Mal in Kontakt getreten bin ich mit dem Unternehmen auf einer Exkursion mit unserem Personalmanagement-Schwerpunkt im Herbst 2005. Seinerzeit präsentierte der kaufmännische Geschäftsführer Dieter Groher die vorherrschende Unternehmenskultur und führte die beteiligten Studenten bei einem Rundgang durch den Betrieb. Ich war schlichtweg begeistert und meinte, daß diese Firma sicherlich einen geeigneten Praktikumsplatz bieten kann. Den Personalleiter, Herr Bauschmid, habe ich dabei kurzerhand für das Hochschulforum (eine Veranstaltung mit Teilnehmern aus der freien Wirtschaft und Studenten, welches ich mit organisierte), als Referent verpflichtet und mich gleichzeitig bei ihm beworben.
Was für mich im Studium bisher nur graue Theorie darstellte, bekommt nun, in meinem Praktikum, ein Gesicht. Tagtäglich begegnen mir bekannte Dinge, die ich im Studium gelernt habe. Beispielsweise Themen wie Teamentwicklung und Weiterbildung, Kennzahlen wie Mitarbeitereffizienz, Arbeitszeitmodelle wie Altersteilzeit, rechtliche Grundlagen, Personalrekrutierung und vieles mehr. Aber auch alltägliche Dinge wie Statistiken und Zeitwirtschaft pflegen, Montageabrechnungen und Krankmeldungen einbuchen. Was uns an der Fachhochschule über die Personalarbeit nur in seiner Bandbreite beigebracht wird, hier vor Ort lerne ich die lebendige Tiefe kennen.
Und das Beste meines Praktikums hier bei BHS Getriebe: Ich kann aktiv teilhaben! Der Personalleiter, Herr Bauschmid, sowie der Personalreferent, Herr Haug, lassen mich eintauchen in innerbetriebliche Abläufe. So habe ich mitgewirkt bei Betriebsrats- und Jugendversammlungen, innerbetrieblichen Besprechungen, Vorstellungsgesprächen, verschiedenen Projekte wie die Einführung neuer Arbeitskleidung oder den Auftritt bei der Hochschulmesse. Es gibt immer was zu tun! Darüber hinaus bin ich begeistert von den Führungen von Kunden und Besuchern durch die Produktion, das ist einfach spannend und immer wieder interessant. Ein mittelständischer Betrieb kann einem Praktikanten eine so große Fülle an Erfahrungen bieten, die vielleicht in einem Großbetrieb durch deren starke Gliederung und Arbeitsteilung so nicht möglich sind.
Für mich ist es schön, am Ende meines Gastspiels sagen zu können: ich habe einen kleinen, vielleicht nicht unbedeutenden Anteil zum Unternehmenserfolg geleistet. BHS Getriebe verdient mein Praktikantenprädikat ‚Sehr empfehlenswert‘!
|