Wenn ein zuverlässiges Drehen von Wellensträngen zählt...
...BHS Rotordrehvorrichtungen
BHS-Rotordrehvorrichtungen (RDV) werden als zuverlässige und preisgünstige Hilfe eingesetzt, um
- Wellenstränge loszubrechen und zu starten,
- Rotoren langsam zu drehen, damit sich der Läufer gleichmäßig abkühlt und damit formstabil bleibt und ungleichmäige Ablagerungen in den Schaufelkanälen vermieden werden, sowie um
- große Wellenstränge auszurichten und zu positionieren.
Rotordrehvorrichtungen werden je nach Bauart entweder an einem freien Wellenende positioniert oder in den Wellenstrang integriert.
Rotordrehvorrichtungen von BHS sind durch den Einsatz von gehärteten Kegel-Stirnradgetrieben besonders verschleißfest und weisen eine hohe Lebensdauer auf. Gegenüber Schneckengetrieben kommen erheblich kleinere Motoren zum Einsatz – dies spart Kosten.
BHS-Rotordrehvorrichtungen sind aus einfachen und standardisierten Bauteilen aufgebaut , Reserveteile sind für Kunden kurzfristig lieferbar. Damit eine Feineinstellung und Notbetrieb möglich ist, liefert BHS alle Rotordrehvorrichtungen serienmäßig mit Handrad und Sechskant. Der Antrieb kann variabel entweder durch Elektro- oder Hydromotor erfolgen. Die RDV ist mit verschiedenen Ex-Schutzarten lieferbar.
RDV mit SSS-Kupplung
RDV mit Schwenkritzel
Für Stränge mit freiem Wellenende bietet BHS eine vollautomatische Rotordrehvorrichtung an. Hier treibt ein Kegel-Stirnradgetriebe über eine selbstschaltende Überholkupplung den Wellenstrang an. Beim Hochfahren der Anlage wird die Überholkupplung vollständig entkuppelt. Sie bleibt bis zum Stillstand der Anlage entweder entkuppelt oder kuppelt bei eingeschaltetem Motor vollautomatisch wieder ein, sobald der Wellenstrang die Turndrehzahl der Drehvorrichtung erreicht.
Bei Anlagen ohne freies Wellenende ist eine Rotordrehvorrichtung in den Wellenstrang integriert, indem man diese auf den Lagerbock oder die Kupplungsverschalungen positioniert. Dazu wird ein Zahnkranz im Wellenstrang zwischengeflanscht. Das Schwenkritzel der RDV spurt dann von oben in diesen Zahnkranz ein. Fährt die Anlage hoch, schwenkt das Ritzel automatisch aus und wird in dieser Stellung gesichert.
Die Steuerung der Schwenkritzel-Rotordrehvorrichtung kann auf unterschiedliche Weise erfolgen:
In der Standardvariante darf die Drehvorrichtung nur im Stillstand eingespurt werden. Bei der Ausstattung mit Steuerung “Automatik I” ist zusätzlich ein fernbedientes Einrücken mit Hilfe eines Hubmagneten oder Pneumatikzylinders im Stillstand möglich. Bei Ausführung “Automatik II” spurt das Schwenkritzel automatisch dann ein, wenn seine Drehzahl mit der Wellendrehzahl während dem Auslaufen übereinstimmt. Überwacht und gewährleistet wird dies über Drehzahlaufnehmer.
Rotordrehvorrichtungen mit Überholkupplung am freien Wellenende sind für Losbrechmomente bis zu 25.000 Nm und für Turndrehzahlen von 0,2 bis 300 1/min verfügbar.
Rotordrehvorrichtungen mit Schwenkritzel zur Integration in den Wellenstrang baut BHS für Losbrechmomente bis 100.000 Nm und Turndrehzahlen von 10 bis 400 1/min.
BHS Rotordrehvorrichtungen bieten hohe Sicherheit bei hohen Turndrehzahlen, hohen Losbrechmomenten und hohen Massenträgheits-
momenten. Der Forderung von Kunden und Anlagenbauer nach permanant ansteigender Anlagenverfügbarkeit, kurze Lieferzeiten bei Erstausstattung und Ersatzteilen sowie höhere Serviceleistungen, wird BHS mit seinen Rotordrehvorrichtungen voll gerecht. Viele namhafte Anlagenbauer und Ingenieursgesellschaften vertrauen dazu auf das jahrzehntelange Know-how von BHS bei Rotordrehvorrichtungen und mehr als 1.000 Referenzen.
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